Leica Q (Typ 116) 3 Jahre danach

Lucky Shot
„Keep calm and use the force“
Leica Q Typ116

Wir, Claudia und Dirk, sitzen hier und erinnern uns, wie die Leica Q (Typ 116) zu uns kam. Im Jahr 2018 hat Dirk meist mit seiner Nikon D810 oder der D700 fotografiert. Unsere „kleinen“ Immerdabei-Kameras waren eine Nikon Coolpix und eine winzige Panasonic Lumix.
Bei beiden Apparaten funktionierte der Wechsel der Brennweiten, aka Zoom nicht mehr zuverlässig. Die Coolpix hatte am entsprechenden Schalter vermutlich einen Wackelkontakt und die Lumix schlicht tatsächlich Sand im Getriebe. Mal eben eine kleine Kamera mitnehmen war mit Frust verbunden und ein Mobiltelefon mit Kamera kein echter Ersatz. Dazu waren/sind wir zu pixelpeepig.

Nix gegen die dicken Nikon Dinger. Die produzierten wunderbare RAW-Dateien und hatten uns bis dahin viele Keeper beschert. Aber wollte man die immer mitschleppen? Mal abgesehen davon, dass sie völlig „unauffällig“ sind.

Italien, Tropea, Leica Q
Tropea, Italien

So entstand der Wunsch nach einem Ersatz für die kleinen Immerdabeis. Vollformat wäre schon geil und lichtstarke Objektive womöglich besser. Vielfältige Recherchen brachten unüberschaubare Möglichkeiten, diese Anforderungen zu erfüllen. Am äußersten preislichen Ende gab es eine Leica Q.
Was? 4500€ für eine Kamera, bei der man nicht mal das Objektiv wechseln kann? Das ist völlig bekloppt, bescheuert, unnötig, aber doch faszinierend.
Nun kann der Neugierige im Internet suchen und es dadurch leer lesen. Und es gab 2018 eine Menge Blogbeiträge über die Q. Da waren unkritische und kritische dabei, Leica-Jünger und Leica-Basher. DxO-Lab war uns damals kein geläufiger Begriff, sodass wir die vernichtende Kritik des Sensors nicht gelesen haben, schnitt er doch vieeeeel mieser ab, als die von Sony. Und erst das Objektiv, wer baut denn eine Kamera mit einem festen Objektiv und ohne Zoom, dazu noch mit 28mm Brennweite und verlangt dafür so viel Geld?
Den reichlichen Blogbeiträgen nach zu urteilen, gab es Menschen, die sich von alldem nicht abschrecken ließen, eine Q besaßen und darüber schrieben.

Oh, was hatten wir keine Ahnung.

Anfang November waren wir für einen familiären Anlass in Berlin und wollten dann nach Florida. Damals gab es in Kudammnähe noch zwei Möglichkeiten, 4500€ den Besitzer für eine Q wechseln zu lassen, den Leica Store im KaDeWe und Meister Camera.
Wir können uns verdammt gut daran erinnern, wie wir vor dem KaDeWe standen und diskutiert haben. Zur moralischen Entlastung haben wir gegenüber schnell ein paar Schuhe gekauft, nur um doch wieder zu überlegen. „Lass mal reingehen und sie wenigstens mal in der Hand halten“, waren Dirks Worte. Fehler !!!
Leider ist die Leica-Abteilung im KaDeWe im Jahr 2021 verschwunden. Das ist sehr, sehr schade. Logischerweise haben wir die Kamera gekauft. Immerhin war das die letzte Chance vor dem Florida-Urlaub. Einer der Mitarbeiter ist sogar zu Meister-Camera in die Fasanenstraße gelaufen und hat die gewünschte Hülle geholt.

Wasser und Abendstimmung; Leica Q
Scharmützelsee

Jetzt hatten wir das Ding und wussten nichts darüber, hatten keinen blassen Schimmer, was es leistet und was es nicht kann. Okay, wo es angeschaltet wird und dass man alles auf Automatik lassen darf, war uns klar.

Fort Myers Beach, Matanzas

Also los, Florida, Fort Myers Beach mit Q und D810. Dirk konnte nicht von seinem DSLR-Monster lassen. Zugebenermaßen wusste er, wie man die bedient.
Der Tagesablauf sieht einen täglichen Besuch in der Beach Bar, früher Beach Pub vor. Das Motto des Ladens ist simpel: „We serve cold beer and sunsets, daily.“ In Florida heißen diese Tiki-Bars auch „Foot in the sand bar.“ Man sitzt unter einem Sonnenschirm, barfuß, mit dem Blick auf den Golf von Mexico und sieht, wie die Sonne, je nach Jahreszeit, vor oder hinter Sanibel-Island untergeht. Bitte im November für den Rückweg den Pullover nicht vergessen.

Beach Bar, Ft. Myers Beach
Fort Myers Beach, Beach Bar, f/1.7, 1/60s, ISO 1000
Pier, Ft. Myers Beach im Morgenlicht

Die D810 verlangt nach dem Sonnenuntergang relativ bald auf’s Stativ geschnallt zu werden, will man nicht die ISO-Grenzen des Sensors ausreizen und Rauschbilder produzieren. Umso mehr gilt das bei längeren Brennweiten. Für die Q trifft das nicht zu. Zum einen hat das Objektiv eine Stabilisierung und zum anderen eine Offenblende von f/1.7. Das, mit einem 28 mm Objektiv, bietet aus der Hand vergleichsweise andere Möglichkeiten. Aufregend wird es länger als 30 min nach Sonnenuntergang.

Seither heißt das bei uns Leica-Licht. Genau da ist die Q in ihrem Element und produziert bei vernünftigen ISO-Werten knackscharfe Bilder. Hätten wir damals gewusst, dass man mit einer 1/15s Belichtungszeit ohne Probleme verwacklungsfreie Aufnahmen machen, hätten eine Menge Fotos dieses Urlaubs niedrigere ISO-Werte.
Fairerweise ist das „Leica-Licht“ bei zunehmender Dunkelheit zu Ende. Auf dem hinteren Bildschirm bekamen die angezeigten jpeg-Bilder komische Streifen. Das musste das berühmte „Banding“ sein, für das die Q so oft kritisiert wurde und über das wir gelesen hatten. Später hat Dirk mir erklärt, dass das daran liegt, dass der Sensor nicht iso-invariant ist. Was auch immer das bedeutet. Dirk kann es erklären, aber ich fürchte, dass sich niemand dafür interessiert.

Limits of the Q sensor
Die Q am Limit, f/1.7, 1/40s, ISO 12500,
bei weiterer Erhöhung des EV gibt es Streifen
non-isoinvariant
Belichtung wie oben, in LR +2EV…

An dieser Stelle habe ich eine kleine Anekdote zum Thema „Wert einer Kamera“.
In besagter Beach Bar war eine Gruppe von 15 Amerikanern, die dem Winter Blues bereits im November entflohen. Die baten Dirk um ein Gruppenbild und gaben uns dafür einen Drink aus. Später kam einer von ihnen zu uns, die zwei Kameras lagen auf dem Tisch und fragte, ob er nicht mal ein Bild von uns beiden machen solle. „Sure, that would be nice.“ Er schaute auf die Apparate und sagte dann: „I’ll won’t take the expensive one. I’m afraid to break it“, zeigte auf die Q und benutzte diese. Das zum Thema Understatement.

Da fällt mir ein weiteres Erlebnis ein. Bei einem Zwischenstop Richtung Dänemark haben wir abends einen Spaziergang in der Lüneburger Heide gemacht. Die Q hing um meinen Hals. Ein älterer Mann kam uns entgegen und Dirk flüstert mir ins Ohr, dass der Herr eine Leica M bei sich hat. Er schaute uns sehr interessiert an und kam auf uns zu. „Entschuldigen sie, ist das eine Leica?“, waren seine Worte. Ich bejahte das, worauf er fragte: „Darf ich ein Foto von ihnen machen? Ich frage alle Begegnungen mit einer Leica, ob ich ein Bild machen darf.“ Freilich durfte er. Leider tauschten wir keine Adressen aus. Demnach, wenn sie das zufällig lesen, sie haben uns gefunden.

macro

Am nächsten Abend blieb die Nikon zum ersten Mal im Hotel. Was bedeutete das für unsere Beziehung? Wir fingen an, uns um die Benutzung der Q zu „streiten“. Nee, das ist jetzt völlig übertrieben, aber wir wollten sie beide verwenden und lernten fortan, eine Kamera zu teilen. Dieses Problem ist mittlerweile gelöst, dazu später.

Ft. Lauderdale

Wie erstaunlich die Fotos geworden waren, merkten wir daheim. Aus dem Stand hatte die Q mehr Keeper produziert. Die DSLR-Monster hatten das Nachsehen. Woran das lag, kann ich nur mutmaßen. Die Q ist klein, handlich und unauffällig. Das macht sie zu einem Werkzeug, welches man gern benutzt. Ich bin beim Nutzen ansprechender Situationen schneller.

Pompano Beach
Pompano Beach

In unserem Lightroom-Katalog sind bis jetzt, Ende 2021, mehr als 25.000 Bilder, die mit der Q entstanden sind.

Winter Morning

Was habe ich gelernt?
Ich weiß, das 1/15 sec gut funktioniert, um die ISO-Werte niedrig zu halten. Auch bei viel Licht kann man die Blende öffnen, liegt doch die kürzeste Belichtungszeit bei 1/16.000 sec. Manuelles Fokussieren klappt mit Focus-Peaking ausgezeichnet. Ich kann im Sucher, die Schärfeebene vor und zurück laufen lassen und sie genau an die gewünschte Stelle legen. Das ist mir mit einer DSLR selten gelungen, die Focusebene dorthin zu setzen, wo ich sie haben wollte. Mittlerweile benutze ich den Autofocus nur noch ab und zu. Es gibt gleichwohl Lichtverhältnisse, bei denen Focus-Peaking nicht funktioniert, weil es nicht sichtbar wird.
Der EVF ist mein bevorzugtes Mittel, um das Bild zu komponieren.

Die RAW-Dateien, die die Q erstellt, sind relativ groß. Abgespeichert wird als Adobe-DNG. Es gäbe auch die Möglichkeit jpeg zu speichern, oder dng +jpeg. Wir nutzen das nicht.
Unser Arbeitsfluss importiert diese Dateien in Lightroom. Dort nehmen wir meisst nur kleine Änderungen vor. Die Ausgabe erfolgt als jpeg. Grundgröße der Dateien sind 6000×4000 Pixel = 24MP. Ein Wandbild mit 60x40cm Größe ist problemlos realisierbar.

Nach Florida 2018 konnten wir sehen, was für phantastische Bilder mit dieser Kamera entstehen können. Sie sind scharf, wohltemperiert und können Objekte im Bild, dank f/1.7, wunderschön freistellen. Das ist ein Phänomen, was man bei 28mm Brennweite in der Qualität nicht erwarten würde.

Was geht mit der Q?
Landschaft, dank 28mm, Street, weil relativ unauffällig, Menschen, ja, aber man sollte auf Close-Up-Portraits verzichten oder sehr vorsichtig sein, es sei denn man mag verzogene Gesichter mit Riesennasen a la Handyselfie, Astro, bei ISO 1600 bis 3200 mit Blende 1.7 und 10-12 sec Belichtungszeit, sowie Selbstauslöser. Hier wird es freilich mit dem Fokussieren kniffelig, weil der Autofokus nicht funktioniert und man somit auf einen hellen Stern „zoomen“ muss, um mittels Fokus-Peaking zum Ziel zu kommen. Die Bilder haben relativ wenig Koma in den Ecken, sind durchaus brauchbar.

Macro

Und dann ist da die Makro-Funktion. Ein Dreh am innersten Ring des Objektives nach rechts fördert eine neue Entfernungsskala ans Licht. Jetzt liegt die Naheinstellgrenze nicht mehr bei 30cm, sondern bei 17cm. Die Wahl zwischen manuellem Fokus und Autofokus besteht weiterhin. Die Anfangsöffnung der Blende steigt dabei auf f/2.8. Das ist irgendetwas mit Physik, dem Abbildungsmaßstab und der Lichtmenge und mir schnurzpiepegal.
Ich liebe den Makro-Modus. Damit sind Bilder entstanden, die mir persönlich wichtig und kostbar sind. Dabei muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, dass das mit einer Vollformat-Kamera mit fest verbautem 28mm Objektiv möglich ist.

macro
Mohn mit Makro-Funktion
Spicey
Scharf

Was geht nicht?
Darüber muss ich nachdenken. Es muss immer ein voller Reserveakku in unmittelbarer Reichweite sein, besser zwei. Mehr als 300 Bilder habe ich nie geschafft. Der Akku stirbt abrupt. Wenn es sehr kalt ist, sollte er warm gehalten werden, aber das ist bei allen Akkus ähnlich.
Mehr fällt mir an dieser Stelle nicht ein.

Claudia, Dirk
Das sind wir, Claudia und Dirk

Im Nachhinein war es ärgerlich, dass kurz nach unserer Kaufentscheidung, die Q-P erschien. Diese ist besser abgedichtet und hat auf der Rückseite ein übersichtlicheres Tastenmenü. Habe ich fünf, sind es dort nur drei.
Später gab es die Q2 mit 47,3 MP Auflösung. Da kann man per Crop so tun, als hätte man mit einem 75mm Objektiv fotografiert. Das ist in unseren Augen kompletter Blödsinn. Korrekt wäre es, zu sagen, dass man den Ausschnitt sieht, der 75mm entspricht. Die verdichtete Darstellung eines 75mm Objektives bekommt man nicht, weil das Bild mit 28mm entstanden ist. Hier kollidieren Marketing und Physik, 1:0 für’s Marketing.
Ich möchte die Q2 auf keinen Fall verreißen. Das ist mit Sicherheit eine wunderbare Kamera. Nur soviel; bei gleicher Sensorgröße hat sie eine höhere Auflösung, damit kleinere Pixel-Wells und kann deshalb nicht das Rauschverhalten der Q haben. Weiterhin wird sichtbare Bewegungsunschärfe bei längeren Belichtungszeiten früher auftreten. Aber das nur mal so nebenbei. Wir reden hier über Typ 116.

Frangipani

Was fällt mir zu meinem Baby noch ein? Ich nenne sie schon lange „mein Baby“, weil ich sie überall mitnehmen kann. Frauen benutzen meist größere Taschen oder kleine Rucksäcke und in die passt sie immer. Sie ist ehrlich jederzeit dabei. Ich habe folglich stets eine phantastische Vollformat-Kamera bei mir. Mit Dirks fetten Nikon-Monstern wäre das nicht machbar. Der muss jedes Mal einen Rucksack schleppen und sich vorher überlegen, welche Objektive er womöglich brauchen könnte (meist sehr viele, grins).

Die Q hat uns inzwischen in eine große Zahl schöner Urlaube begleitet. Sie hat mir einen One in a Million Shot in Sedona beschert. Sie war am Meer, in der Wüste, in den Bergen. Sie hat jederzeit funktioniert.
Mir fällt ein, dass sie sich anfangs immer mal „aufgehängt“ hat. Lösung: Batterie raus, Batterie rein, geht wieder. Die Ursache vermuten wir in SD-Speicherkarten, die nicht ausreichend „schnell“ sind. Seither verwenden wir SanDisk ExtremePro UHS-1 mit hohen möglichen Schreibraten.

Lightning
One in a million, Leica Q aus der Hand f/1.7, 1/15s, ISO 800, Sedona AZ

Achtung:
Die Q hat Suchtpotential. Manchmal denke ich, dass die Mädels und Jungs bei Leica die Q nur aus einem einzigen Grund gebaut haben. Na ja, das stimmt sicher nicht.
Sie soll die Benutzer anfixen, sich mit dem Leica-Virus zu infizieren und den Blick in die Produktpalette, Richtung Leica M zu richten.
Bei Dirk hat das ausgezeichnet funktioniert. Konkret bedeutet das, dass ich die Q für mich allein habe. Nur wenn er zu nachtschlafender Zeit zu irgendwelchen Fotospots fährt, darf er sie mitnehmen, vorausgesetzt, er hat lieb gefragt.

industrial
Neckarhafen Mannheim

adlerbogen

Ich habe mit dieser Kamera die Freude am Fotografieren wiederentdeckt.
Das Bedienkonzept ist klassisch retro. Bis auf den ISO-Wert kann ich alle Einstellungen mit einem Blick auf die Kamera ablesen. Am EVF lässt sich die Sehstärke mit einem Rädchen korrigieren. Leider verstelle ich das ab und zu unabsichtlich. Das könnte besser umgesetzt sein.

Als junges Mädchen war ich Mitglied des Fotozirkels in der Schule. Dort habe ich gelernt, mit komplett manuellen Apparaten abzulichten, zu entwickeln und Fotopapier zu belichten. Gut, entwickeln muss ich nicht mehr. Das macht Dirk in Lightroom. Die Bedienung der Kamera selbst, daran erinnere ich mich.
Mit der Q fließendes Wasser darstellen? Kein Problem, Blende zu, Zeit auf 1/15 fertig, außer es ist zu hell. Freistellen, mit weit offener Blende? Kein Problem, 1/16.000s Belichtungszeit löst meist die Aufgabe.

reflections

Dirk hat mit Filtern experimentiert, Polfilter und ND-Filter. Ich komme damit nicht zurecht und lasse es inzwischen. Außerdem ist mir das um Längen zu technisch. Das ist eher der männliche Ansatz beim Fotografieren. Ob da Spiegelungen im Wasser sind oder nicht, ist mir egal. Das Bild muss stimmen. Das kann Dirk mit seinen Kameras hinfummeln, wenn er es unbedingt will.

Kennt ihr das? Man hat keine Lust zu Fotografieren und geht trotzdem mit? Und wenn man dann schon mitgegangen ist, holt man die Kamera beiläufig aus der Tasche. Hier und da wird ein Bildchen gemacht und plötzlich sieht man überall Motive und mag nicht mehr aufhören? Das passiert mir häufig. Vor der Q habe ich nur im Urlaub fotografiert.

Alternativen zur Q gibt es mit Sicherheit. Ich denke dabei konkret an die Fuji XT Reihe und die Ricoh GR III. Beide Systeme haben keinen Vollformatsensor. Braucht man den, wäre die Frage. Weiss ich nicht, es ist ein „nice to have“.

Fazit:
Die Q gebe ich nicht mehr her.

Oder: „Ein Leben ohne Q ist möglich, aber sinnlos.“

17 thoughts on “Leica Q (Typ 116) 3 Jahre danach

  1. Andre Mey says:

    Hallo Claudia,

    einen tollen und sehr umfangreichen Blogpost hast du hier erarbeitet. Sowohl deinen Text als auch die Bilder finde ich spannend. Ich freue mich für dich, das du die für dich perfekte Kamera gefunden hast. Ich kann viele deiner Punkte sehr gut nachvollziehen, da auch ich mit einer sehr kompakten Vollformatkamera mit fest verbautem Objektiv unterwegs bin.
    Ich freue mich sehr darüber euren Blog gefunden zu haben, ein Freund hat mir den Link zu diesem Artikel geschickt.
    Ich werde mir erstmal noch weitere Artikel anschauen.

    Antworten
    1. dirk says:

      Hallo Andre,
      da freuen wir uns, daß der Artikel nach so langer Zeit immer noch gefunden und gelesen wird.
      Die Q ist mittlerweile schon 4 Jahre bei uns und erfreut sich immer wieder großer Beliebtheit.
      Dann viel Spaß beim Weiterlesen.
      Viele Grüße
      Claudia & Dirk

      Antworten
  2. Christoph says:

    Wow, toller Artikel. Habe ich gelesen, obwohl ich eigentlich arbeiten sollte. Dank Claus bin ich drauf gekommen (PS, Claus, auch deine Beiträge zur q habe ich gerne gelesen).
    Ich liebe es, wie simpel die q ist. Einfach raus und Fotos machen. Weiter so 🙂

    Antworten
  3. Martin Lopez says:

    Hallo Claudia,

    selten lese ich einen Bericht komplett und so aufmerksam durch – deinen jedoch schon. Denn wenn eine Frau fotografiert und schreibt, sollte man hinhören 🙂

    Ich selbst wechsle gerade nach 4 Jahren von einer Q auf eine Q-P. Ich kann mich noch erinnern, als ich damals die Q gebraucht gekauft habe. So viel Kohle, für so „wenig“ Leistung. Aber wie es im Leben oft ist, man sollte auf seinen Bauch hören. Gefühlt ist diese Kamera für mich (!) tatsächlich die eierlegene Wollmichsau. Denn sind wir doch ehrlich, die beste Kamera ist die, die ich dabei habe (gilt übrigens auch für ein Stativ :-), Denn ein Foto mit Rauschen, ist besser als ein verwackeltes oder gar keins. Und wer weiß das heute schon, welches Foto in vielen Jahren in der Zukunft bei jemand an der Wand hängen wird, nur weil ich an diesem Tag die Q umgehängt hatte. Es geht um Momente des Lebens, nicht um chromatische Aberration in der linken Ecke. Die Fotos von Marilyn Monroe sind auch unscharf.

    Danke für deine Worte. Mach weiter so, denn fotografieren ist die Kunst, trotz aller Technik, gute Fotos zu machen 🙂

    „Wir leben mit einer Bilderflut. Alle schießen, keiner schaut“
    [Andreas Kaufmann, der die legendäre deutsche Marke Leica vor der Pleite bewahrte)

    PS: Die Q-P hat hinten auch fünf Knöpfe. Die Q2 hat drei.

    PPS: Einfügen von Links ist hier nicht möglich, schade. Copy&Paste geht also nicht.

    Einen schönen Gruß an die Welt 🙂
    Martin Lopez
    https://eyespeak.de

    Antworten
    1. Claudia Saeger says:

      Hallo Martin,

      vielen Dank für deine Worte. Ich freue mich sehr, wenn ein Beitrag aufmerksam gelesen wird. Das ist heute nicht mehr alltäglich.
      Dirk und ich haben gestern zufällig besprochen, Beiträge zu erstellen, in denen wir aus unserer jeweiligen Sicht über die Repräsentanz der Frau in der Fotoszene nachdenken.

      Meine Q werde ich nicht hergeben. Sie ist die Kamera, die ich wirklich immer dabei haben kann.

      Es geht um Momente des Lebens, nicht um chromatische Aberration in der linken Ecke.

      So ist es und erst dieselbe unten rechts…. Darum kann sich Dirk kümmern 😉

      Keine Ahnung, warum das mit den Links nicht funktioniert, schade.
      Du hast eine sehr beeindruckende Homepage, mit mich berührenden Bildern.

      Viele Grüße, Claudia

      Antworten
  4. Claus Sassenberg says:

    Lieber Stefano,

    (sorry, Claudia, jetzt wird’s technisch) ein auf 75mm-Bildausschnitt gecropptes Bild aus einem 28mm Objektiv entspricht nicht in jeder Hinsicht der Bildwirkung eines 75mm Objektivs.

    Zwar ist das mit dem Verdichtungseffekt völlig korrekt (das hängt in der Tat nur vom Standpunkt der Kamera ab), aber eine Sache ist doch anders: Die Tiefenschärfe.

    Jonathan Slack hat mal eine Tabelle erstellt, welche Blende bei welchem Bildausschnitt „übrig bleibt“, wenn man bei 28mm mit f/1.7 fotografiert.

    Bei 75mm entspricht das einer Blende von f/4.6, nähme man ein 75mm-Objektiv für das Bild.
    Die Tabelle habe ich in meinen Beitrag „Leica Q im 5. Jahr“ übernommen (auf Messsucherwelt.com).

    Ich weiß, dass ist sowas von besserwisserisch, aber ich musste das (zwanghaft) loswerden 😉

    Liebe Grüße,

    Claus

    Antworten
    1. dirk says:

      Lieber Claus,
      dazu habe ich jetzt auch noch einen Einwurf. Bei Nikon Kameras, D700 – D850, wird auf dem oberen Display der Blendenwert in Abhängigkeit vom Focusabstand angezeigt. Besonders auffällig ist das beim 105mm Macro-Objektiv. Wenn ich das auf Blende 2.8 stelle und weiter entfernt focussiere, wird 2.8 angezeigt. Stell der AF auf ein nahes Objekt, steigt der Blendenwert deutlich an. Meines Wissens ist Nikon der einzige Hersteller, der versucht, die tatsächlichen Blendenwerte zu berechnen und anzuzeigen.
      Liebe Grüße,
      Dirk

      Antworten
    2. Stefano Strampelli says:

      Hallo Claus,

      Ja, richtiger Hinweis. Meine Aussage mit der Bildwirkung war nur auf die Verdichtung bezogen. Auf die Schärfentiefe bin ich nicht eingegangen. Ich wollte es nicht komplizierter machen, als es schon ist 🙂

      Wenn ich den Autofokus haben will (es kommt mittlerweile sehr selten vor) oder längere Brennweiten als 90mm brauche, nutze ich Micro 4/3 als zweites System und daher kenne ich den Effekt mit dem Crop-Faktor und der deutlich höheren Schärfentiefe sehr gut.

      Viele Grüße
      Stefano

      Antworten
  5. Andy Diehl says:

    Liebe Claudia,

    toller Artikel, den ich als Leica Q Nutzer der ersten Stunde nur vollumfänglich bestätigen kann.
    Die Anekdote zum Kauf der Q hat mich herzlich schmunzeln lassen, da dies bei mir so ähnlich ablief.
    Nach langem Kampf mit mir und meinem Gewissen hat mich die Kamera nicht mehr losgelassen und ich habe im Finnland Urlaub spontan entschlossen die Kamera zu kaufen. In Ermangelung einer Internet Verbindung musste ich damals 26km zum nächsten WLAN Hotspot fahren um die Kamera beim Fotohändler zu bestellen. Jetzt ist die Q schon 6 (!) Jahre bei uns und hat uns viele schöne Bilder beschert, die sonst mit Sicherheit nicht entstanden wären.

    Liebe Grüße

    Andy Diehl

    Antworten
    1. Claudia Saeger says:

      Lieber Andy,
      jetzt muss ich schmunzeln

      26km zum nächsten WLAN Hotspot

      .
      Was macht man nicht alles, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat. 6 Jahre sind eine lange Zeit. Umso schöner ist es, dass es immer noch die „alte Q“ ist. Möge sie noch lange bei Euch bleiben und immer brav ihre Aufgaben erfüllen. Kann ich irgendwie die Zahl der Auslösungen ermitteln?

      Liebe Grüße,
      Claudia

      Antworten
      1. Andy Diehl says:

        Hallo Claudia!

        Ja, es ist noch die „alte Q“. Ich sah für mich keinen Vorteil in einem „Upgrade“, welches eine solche Investition gerechtfertigt hätte.

        Die Anzahl der Auslösungen lässt sich meines Wissens nicht mit „Hausmitteln“ auslesen. Der Leica Customer Service hat eine spezielle Service Software mit welcher sich die Auslösungen auslesen lassen.
        Ob das auch die Händler können weiß ich leider nicht.

        Grüße

        Andy

        Antworten
  6. Stefano Strampelli says:

    Sehr schöner Bericht und vor allem wunderschöne Bilder!

    PS: Ein gecroppter Bild aus einem 28mm Objektiv entspricht tatsächlich in jeder Hinsicht der Bildwirkung eines 75mm Objektivs. Der Verdichtungseffekt wird nur vom Standpunkt der Kamera bestimmt. Bei langen Brennweiten hat man den Eindruck einer Verdichtung, weil man einen Schritt zurück machen muss. Ich habe den Effekt selbst mit meiner Kamera getestet und hier ist ein Link, in dem der Effekt mit Bildern gut beschrieben wird.

    https://petapixel.com/2018/07/17/is-lens-compression-fact-or-fiction/

    Antworten
    1. Claudia Saeger says:

      Hallo Stefano,
      Ich freue mich über Deinen (darf ich doch sagen?) Kommentar.
      Die Sache mit dem Croppen hat mir Dirk so erklärt. Ich verstehe, was Du meinst. Wenn ich mich richtig erinnere, bleiben von 40MP bei der M10-R beim Croppen auf den 75mm Ausschnitt noch 7MP übrig. Das ist ’ne Menge. Für 60×40 cm Druck wird’s dann wohl eng.
      Viele Grüße und einen schönen Advent,
      Claudia

      Antworten
  7. Maurizio says:

    Liebe Claudia

    Ich möchte mich den Worten von Claus gerne anschliessen. Absolut schöne Fotos die dir gelungen sind und zeigt, dass man einfach mit der Q sich einlassen muss. Technik hin oder her, du hast die Gabe, Bilder schön und kreativ einzufangen und deine eigene Herangehensweise zu haben. Dafür ist sie absolut gemacht. Einfach und kompakt, die immer mit dabei lässt jedes Herz einer Fotografin höher schlagen. Diese Leidenschaft mit Dirk noch gemeinsam zu teilen, ist ein Geschenk. Einen lieben Gruss an Dich und Dirk und bis zum nächsten Mal.

    Antworten
    1. Claudia Saeger says:

      Lieber Maurizio,
      vielen, vielen Dank für Deinen so positiven Kommentar. Auf die Q habe ich mich wirklich eingelassen.
      Hoffentlich treffen wir uns bald mal wieder, egal wo.
      Liebe Grüße,
      Claudia

      Antworten
  8. Claus Sassenberg says:

    Liebe Claudia,

    ein wunderbarer Artikel, und endlich mal was aus weiblicher Sicht! Deine Bilder können jeden anderen (vor allem männlichen) Fotoenthusiasten vor Neid erblassen lassen. Sie sind toll komponiert und voller schöner Lichtstimmungen.
    Ausserdem kann nicht jeder so genial mit 28mm umgehen 🙂
    Genau wie du habe ich die Q als „immer dabei“- Kamera zu schätzen gelernt. Die intuitive Bedienung der Kamera erleichtert einem, sich voll auf das Motiv zu konzentrieren.

    Viele Grüße (auch an Dirk) aus Ostwestfalen und weiterhin viel Freude mit der Q,

    Claus

    Antworten
    1. Claudia Saeger says:

      Lieber Claus,
      Ich danke Dir von ganzem Herzen für diesen wunderbaren Kommentar. Das Baby hat mir/uns so viel Freude bereitet und wird es mit Sicherheit auch weiter machen.
      Leider sind Frauen in der Fotowelt unterrepräsentiert, vielleicht, weil uns die Technik egal ist. Ich möchte einfach gute Bilder machen, die auch nur mir gefallen müssen.
      Für technische Fragen habe ich Dirk. Manchmal schafft er es sogar, mir Dinge zu erklären. Oft ist er leider wie ein Ballon, den man anpiekst und aus dem sich dann ein Schwall ergießt. Du weißt, was ich meine.

      Viele, liebe Grüße,
      Claudia

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert